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Bernstein - echt oder Imitat?

Echt oder nicht?
Auf Hiddensee findet man häufig Bernstein.de
Auf Bornholm findet man häufig Bernstein.de
Auch auf Usedom findet man häufig Bernstein.de
info-bernstein.de ist verbunden mit mecklenburg.de
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Ob Sie nun selbst Bernstein sammeln wollen oder Sie kaufen ihn - vielleicht als "Gelegenheit" - immer ist die Frage: Ist er denn nun echt oder handelt es sich einfach nur um hübsch aufbereitetes Kunstharz oder einen gelblich-braunen Stein?
Hier ein paar Hinweise zur Echtheitsprüfung:

Wenn Sie im Urlaub beim Strandspaziergang Bernstein sammeln wollen, ist die Probe relativ einfach und sicher, denn fast alles, was da angeschwemmt wird, kommt direkt aus der Natur. Es besteht also eigentlich keine Gefahr, dass Ihnen jemand etwas unterjubeln will. Beim Kauf vom Händler ist das nicht so sicher, denn selbstverständlich gibt es Kunstharze, die sehr ähnliche Eigenschaften haben, wie Bernstein; Sie können also durchaus betrogen werden.
Leider funktioniert die beste und einfachste Probe - die Schwimmprobe - natürlich nur bei unbearbeiteten und das heisst: ungefassten Stücken, denn der Bernstein im Silberanhänger schwimmt selbstverständlich nicht, egal ob echt oder unecht.

Gehen wir also mal aus von den Stücken, die Sie beim Strandspaziergang gesammelt haben:

Ursprünglich hiess der Bernstein auf Niederdeutsch "Börnsteen", also "Brennstein" und das weist auch schon hin auf eine seiner Eigenschaften: Bernstein ist brennbar. Man kann also durchaus mit offener Flamme prüfen, ob der "Stein" brennt. Bernstein entzündet sich relativ leicht und brennt dann mit ruhiger, etwas russender Flamme, wie auf dem Foto (sorry - Foto folgt) zu erkennen ist.


Etwas weniger brutal ist schon eine glühende Nadel: Diese hält man an den Stein (bitte mit einer Zange - die Hand würde noch empfindlicher reagieren, als der Bernstein) und zieht sie mit etwas Druck darüber. Bei echtem Bernstein bildet sich eine Rille und der Stein wird schmierig bzw. riecht harzig.
Leider wird das Material bei diesen Prüf-Methoden beschädigt.

Bernstein ist ein recht weiches Material (Härte von 2–2,5 auf der Mohs-Skala) Es ist also möglich, mit einem Messer, sogar mit einer Kupfermünze eine Furche in die Oberfläche des Bernsteins zu ritzen.

Bei den folgenden Methoden wird der Bernstein nicht beschädigt:

Bernstein schwimmt auf Salzwasser

Die Schwimmprobe: Bernstein geht in Süßwasser (z.B. Leitungswasser) sofort unter, schwimmt aber in stark salzhaltigem Wasser, zum Beispiel in gesättigter/ 10%iger Kochsalzlösung (ca. 2 Esslöffel Kochsalz auf ein Marmeladenglas mit Wasser).
Plastik schwimmt auch auf Süßwasser, Steine und Glas (auf braune Glasscherben, die einige Zeit von der Meeresbrandung bearbeitet worden sind, fällt man sehr leicht rein) versinken auch im Salzwasser.

Manchmal sind die Fundstücke durch anhaftenden Schmutz oder andere Verunreinigungen etwas schwerer als normal, dann sinken sie eventuell träge zu Boden, aber nicht so wie ein Stein, sondern sie schweben langsam und taumelnd zu Boden und lassen sich auch leicht wieder aufwirbeln.

Diese Probe erleichtert das Sammeln bzw. Aussortieren ganz wesentlich. Sie können diese Echtheits-Probe bequem zu Hause machen, aber es ist meistens auch kein grosses Problem, ein Schraubglas mit Salzwasser auf den Spaziergang mitzunehmen. Alles in allem hat man es mit der Wasserprobe schnell raus, echte Fundstücke zu erkennen.

Statische Aufladung: Ein weiterer einfacher und zerstörungsfreier Echtheitstest basiert daruf, dass sich Bernstein statisch auflädt: Reiben Sie den am Strand gefundenen Stein an Ihrer Kleidung: Der aufgeladene Bernstein zieht kleine Papierschnipsel, Stoff-Fasern oder Wollfussel an.
Diese Methode bietet sich natürlich vor allem für verarbeitete und vor allem für gefasste Schmuckstücke an.

Beim Kauf im Fachgeschäft ist es schon etwas einfacher, die verschiedenen Qualitäten voneinander zu unterscheiden. Hier ist mehr Ihr theoretisches Wissen gefragt - Sie sollten wissen, was für Qualitäten unter welcher Bezeichnung verkauft werden (dürfen):

Ungefasster Naturbernstein in der Schaumanufaktur in Ribnitz-Damgarten
Grosse, ungefasste Stücke Naturbernstein in der Bernsteinmanufaktur in Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern

Rohbernstein ist das unbearbeitete Fundstück. In diesem Zustand sieht Bernstein oft sehr unscheinbar aus und Sie würden evtl. an einem eiergrossen Fundstück vorüberlaufen, ohne sich danach zu bücken.

Auf der Seite "Selbst sammeln" finden Sie ein Foto mit verschiedenen Bernstein-Funden, nach denen Sie sich z.T. vermutlich nicht gebückt hätten . . .

Naturbernstein (s. nebenstehendes Foto) ist bearbeitet, also z.B. geschnitten und poliert. Es ist aber weiterhin ein unverfälschtes Naturprodukt.

Ein Problem sind die Produkte, die als "echter Bernstein", "Echtbernstein" (z.T. auch "Echtbernstein extra") oder auch "Ambroid" verkauft werden: Das ist i.d.R. in Wirklichkeit Pressbernstein. Dieses Material besteht zwar aus Bernstein, es sind aber meistens keine ganzen Stücke (die lassen sich teurer unter der Bezeichnung "Naturbernstein" verkaufen), sondern Bernstein-Splitter und Schleifreste, die bei bestimmter Temperatur (200–250 °C) und unter hohem Druck (bis zu 3000 bar!) wieder zu grösseren Stücken zusammengefügt werden.

"Kopal" ist junger Bernstein, der meistens aus Afrika (Madagaskar) stammt und zwar auch hübsch aussieht, mit unserem Ostsee-Bernstein aber nicht zu vergleichen ist.

In der DDR wurde - nachdem in den 70er Jahren aus der damaligen Sowjetunion nicht mehr ausreichend Bernstein importiert werden konnte - unter der Bezeichnung "Polybern" ein Kunststein mit guten Eigenschaften produziert.

Gelegentlich werden Bernsteine auch mit Kunstharz beschichtet, damit sie mehr Volumen bekommen. Der Bernstein drinnen ist natürlich "echt"....

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Weitere Informationen und Adressen zu Bernstein und Schmuck:
Auf Bornholm findet man häufig Bernstein.de

Auf zwei Methoden der (Ver)Fälschung soll hier noch eingeganggen werden: Das eine ist die Klärung des Materials: Trüben Bernstein (er ist nicht so beliebt) kann man relativ einfach klar machen - ein Verfahren, das den natürlichen Prozess der Klärung im Sonnenlicht nachahmt.

Mehr Unheil wird mit Inklusen angerichtet: Der Stein wird z.B. geteilt, ein Insekt (es gab schon Fälschngen mit ganzen Eidechsen!) wird in einen kleinen Hohlraum mit Kunstharz eingeschlossen und der Stein wird wieder zusammengeklebt.

Bernstein - nicht alles, was so aussieht, ist auch echt!

An dieser nicht-komerziellen WebSite wird noch gearbeitet, letztes UpDate war am 30.10.2014
Bitte beachten Sie auch unsere Seite www.schmucksteine-edelsteine.de
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