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Das Bernsteinzimmer -
das achte Weltwunder

Bernsteinzimmer

Das Bernsteinzimmer hält die Phantasie von Kunsthandwerkern, Wissenschaftlern und Schatzsuchern gleichermassen wach.

Im 16. und 17. Jahrhundert erkannten die preußischen Herrscher, wie repräsentativ das Material war und liessen Pokale und Dosen, Konfektschalen und Degengriffe aus Bernstein fertigen. Auch die ersten Bernsteinmöbel sind aus dieser Zeit.

1712 wurde als besonderes Prunkstück das Bernsteinzimmer - die Bernsteinverkleidung eines Salons des Schlosses Charlottenburg - fertiggestellt, das der preußische König Friedrich I. (der eher verschwenderische Vater des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I) 1701 in Auftrag gegeben hatte.

Der weniger kunstbegeisterte Sohn schenkte das Kunstwerk schon 1716 (er regierte Preussen von 1713 bis zu seinem Tode 1740) dem russischen Zaren Peter dem I., der es in seine gerade in den Newa-Sümpfen gegründete neue Residenzstadt Petersburg (zwischenzeitlich Leningrad) brachte. In der Folgezeit wurde noch einiges verändert am Bernsteinzimmer, dann aber sollte es eine ziemliche Zeitlang in Ruhe gelassen werden.

Auch die Aktivisten der Oktoberrevolution liessen das Kunstwerk unbehelligt: Es war zwar für die Könige, aber von den Werktätigen geschaffen worden.

Die Nazis allerdings - sie konnten zwar Leningrad nicht einnehmen, wohl aber das vorgelagerte Schlösschen in Zarskoje Selo - bauten das Bernsteinzimmer umgehend ab und brachten es in das ostpreußische Königsberg. Dort konnte es nur recht kurze Zeit bleiben: Die "1000 Jahre" des sog. "Dritten Reiches" dauerten bekanntlich nicht sehr lange. Erneut wurde das Bernsteinzimmer von deutschen Soldaten in Kisten verpackt - was dann geschah, ist bis heute nicht so wirklich geklärt: Das Schloss in Königsberg brannte ab - mit oder ohne Bernsteinzimmer?

Spuren des Bernsteinzimmers nach dem Krieg:

Jedenfalls fehlte von dem "Achten Weltwunder" lange Zeit jede Spur, wenn man 'mal absieht von zahllosen Spekulationen, nach denen es sich in Moskau oder Kaliningrad/ Königsberg, im Harz, im Erzgebirge, bei Weimar, auf dem Grunde der Ostsee, in den Kellern reicher Sammler und wo sonst noch überall befinden sollte. Allerdings gibt es allerlei Hinweise, dass das Kunstwerk vielleicht tatsächlich nicht verbrannt ist.

Eine Spur in Bremen:

Eine dieser dürftigen, aber aktuellen und echten Spuren ist der Versuch, ein Exponat aus dem Bernsteinzimmer zu verkaufen. Das Stück - die 55 mal 70,5 Zentimeter messende Ansicht einer Gartenlandschaft war nachträglich - erst 1755 - in das 1711 geschaffene Bernsteinzimmer eingefügt worden. 1997 versuchte der Bremer Notar Manhard Kaiser das Stück im Auftrage eines Mandanten zu verkaufen - wie so oft bei solchen Deals, an einen "Interessenten", der in Wirklichkeit von der Polizei kam. . .

Keine wirklichen Spuren:

Dieses Bild (und auch einige wenige andere Spuren) sind natürlich kein wirklicher Hinweis auf den Verbleib des grossen Kunstwerks, denn diese Einzelexponate sind sicherlich von Wehrmachtsangehörigen damals illegal mitgenommen worden (Über die Wertung des Diebstahls von illegal durch die Nazis konfizierten Kunstgegenständen durch Soldaten wollen wir hier nicht philosophieren).

Oder doch?

Es gibt weitere relativ neue Spuren - oder Spekulationen: Es wurde unter dem ehemaligen Schloss in Königsberg mittlerweile ein unterirdischer Gang (wieder-)entdeckt, der möglicherweise zu bisher unentdeckten Kunstschätzen führen könnte. Aber wahrscheinlich ist auch das nur wieder eine Spur, die ins Nichts führt . . .

Der Jäger des verlorenen Schatzes

Günter Wermusch - früher Berater des damaligen Ober-Bernsteinzimmer-Jägers der DDR Dr. Paul Enke und bis heute ein unermüdlicher und jetzt freiberuflicher Bernsteinzimmer-Sucher - ist sich ganz sicher: Das Bernsteinzimmer befindet sich auf der Halbinsel Wustrow bei Rerik! Aber Wermusch war sich schon oft in seinem Leben "ganz sicher", z.B. 1998 bei der "Wiederentdeckung einer versunkenen Stadt" (so der Titel seines Buches über Vineta) . Bisher kam aber bei seinen als "sicher" bezeichneten Forschungen und Funden nicht viel heraus.

Die Rekonstruktion des Kunstwerks:

Anfang der 70er Jahre dann - der damaligen Sowjetunion ging es nach der 25-jährigen Friedensperiode relativ gut - beschloss die sowjetische Regierung die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers. Nachdem die vergessene Technik des Bernsteinschnitzens wieder entdeckt und gelernt worden war, haben dann russische Spezialisten ab 1979 das Bernsteinzimmer aus original Baltischem Bernstein detailgetreu nach Fotos aus den 30er Jahren und danach rekonstruiert.

Seit 2003 ist es im Katharinenpalast bei Puschkin der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht worden.

Das rekonstruierte Bernsteinzimmer

Das Bernsteinzimmer - trotz Rekonstruktion wird die Suche wohl ewig weitergehen . . .

Für umfassendere Informationen zu dem verschollenen Kunstwerk empfehlen wir Ihnen die Seite weltwissen.de

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